Zwei verschiedene Ich`s

Als Mediengestalterin, auch als angehende, im Bereich Internet (oder wie es richtig heißt „Nonprint“) gehört es dazu, dass man eine eigene Seite hat. Nun werden sich alle die das hier lesen denken „Hat sie doch“- Ja, hat sie. Ein eigenes Blog und eine eigene Seite. Eine Seite auf denen ich nicht meine Gedanken veröffentliche sondern einfach nur zeige wer ich bin, was ich mache und was ich kann. Portfolio nennt man sowas. Diese hab ich damals angelegt, als ich mich beworben habe. Nach einiger Zeit und nachdem ich ja meine Ausbildungsstelle bekommen habe, habe ich die Seite offline gestellt und beiseite geschoben. Sie ist nun eine von vielen Seiten im WWW die es gibt aber auf der es nichts gibt.

Dies soll sich wieder ändern. WordPress installiert, ein Logo entworfen, mich für Farben entschieden und… Und? Und nichts. Gar nichts. Es kommt einfach nichts Vernünftiges bei rum. Kein Funke und wenn doch einer von dem ich der Meinung bin er ist nicht gut genug.

Wenn ich meinem Freund helfe oder einfach so etwas entwerfe klappt es ja einwandfrei und dauert meist auch nicht lange… Wieso es mir so schwer fällt eine Seite für mich zu machen?

Weil es für mich ist und weil es mich repräsentiert. Es soll mich darstellen und das im vollen Umfang. Das Layout, die Texte, die Arbeiten. Es gibt Leuten einen Eindruck von mir und das auch noch Leuten die wichtig seien könnten bzw. es sind. Ich verstecke mich da nicht hinter einem Pseudonym sondern präsentiere Fakten, Daten und Informationen.

Jeder Ansatz wurde bisher wieder über Bort geworfen, weil es nicht wieder gibt was ich will, wie ich bin, was ich zeigen will. Jede Inspiration ist nicht gut und hilft nicht im Geringsten. Jede Minute die ich über meiner Seite hocke und mir Gedanken mache eigentlich umsonst, da jedes Layout nach ein paar Tagen in den Papierkorb geschoben wird.

Normalerweise sollte es einfach sein sich im Internet zu präsentieren. Man kann sich geben wie man will, Leuten eigentlich auch ein anderes Bild vermitteln von dem man denkt es wäre besser, sich besser machen als man ist… Doch das will ich nicht. Ich will eine Seite die mich repräsentiert und nichts Falsches, Unechtes.
Den eins muss man bedenken, es kann genauso nach hinten losgehen. Man kann es falsches, schlechtes, Bild vermitteln. Einen ersten Eindruck der nicht positiv und belasten auf einem Haften bleibt. Der sich wie ein Schleier über einen legt, ohne dass man es mitbekommt, und das Echte trübt.

Und doch kriege ich es hier so gut hin, unter meiner Nick , unter der Anonymität des Internets. Zu gestalten, am liebsten jede Woche ein neues Layout, zu schreiben was ich denke und auch nach Wochen nicht das Bedürfnis zu haben den Button mit „Löschen“ zu drücken. Weil es eben einfacher ist, zwar Ich doch nicht offensichtlich. Zwar ich, aber eben doch für viele jemand anders. Ich und eben doch nur irgendwer der einen Blog betreibt und ab und was schreibt. Den man nicht für voll nehmen muss, da er sich hinter einem Nick versteckt. Und doch eben ich, die so ist wie sie schreibt, was sie schreibt. Ich und eben doch ein ganz anderes Ich.

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3 Kommentare

  1. Ich kenn das. Ich mach jetzt sei 8 Jahren Websites und hatte selbst nie eine richtige Website.

  2. Nun hab ich ein Layout von dem ich glaube es gefällt mir :D. Gar nicht mal so einfach und hier klappt es ohne Probleme. Da mag ich es, was ich präsentiere und darstelle.

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