Daily Drama

Digitales Leben vs. Achtsamkeit

Drei Wochen Sommer, Sonne, Sonnenschein – was will man mehr? Natürlich alle andere neidisch machen und die schönen Erlebnisse direkt mit seinen Freunden teilen… Nein, wie kann man nur!? Der Urlaub ist zum Genießen da und nicht dazu, die ganze Zeit bei Facebook & Co zu surfen. Achtsamkeit ist das Schlagwort! Haben wir das auch geklärt….

Ich kann nicht ohne und ganz ehrlich: Ich will auch nicht. Drei Wochen Urlaub, aber doch bitte mit weltweiter Onlineverbindung – zu mindestens ab und an. Doch deswegen das MacBook mitnehme oder nur Städte anfahren, die zahlreiche, bezahlbare Internetcafes haben? No Way! Der Rechner lag drei Wochen alleine zu Hause und die Nutzung „Fremdrechner“ lag ferner den je. Das kann daran liegen, dass ich auch zu Hause nur bedingt zum großen Apple greife, sondern eher die kleinen Digitalenhelfer bevorzuge: iPhone und iPad sind die Geräte meiner Wahl, wenn es um das Surfen und Netzwerken geht. Nichts stört den heimischen Feierabend so sehr, wie wenn alle Bewohner eines zu Hauses vor den Kisten hocken – iPhone und iPad hingegen sind nicht nur schnell in der Hand, sondern auch schnell wieder weg(gelegt).

Überall ließt man besonders zur Urlaubszeit, dass man doch mal auf Rechner, Smartphone und Co verzichten sollte. Diese würden den Urlaub nicht schöner, sondern schlechter machen. Man bekommt nichts mehr mit, weil man ja nur auf den Display starrt und Moment und Urlaub nicht mehr wirklich genießt… Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass dieses Problem nicht Geräte sondern Personen abhängig ist. Auf unserem Roadtrip hatte ich „nur“ das iPhone mit – mein kleiner Alleskönner- und doch fehlte etwas: das iPad. Nachdem ich meins irgendwann verkauft habe, habe ich es bisher selten vermisst, doch im Urlaub dann schmerzlich. Das liegt nicht an einer Geräte- oder „Online-Abhängigkeit“. Ich drehe nicht gleich durch, wenn der Akku leer oder das Netz ausbaufähig sind. Auch beneide ich nicht die Massen von Menschen, die vor Sehenswürdigkeiten stehen und Selfies mit ihrem iPad machen. – da frage ich mich eher „Wieso…?“.

Natürlich kann ich mit dem iPhone auch Mails beantworten, doch wenn es mehr als „Schöne Grüße aus Frankreich“ sind, wird es schon etwas mühsam… Viel entscheidender ist jedoch ein anderer Punkt: Der unbegrenzte Zugang zu Büchern. 4 Stück hatte ich für drei Wochen eingepackt, nach der Hälfte der Zeit waren sie und sämtliche Magazine durchgelesen. Und nun? Mitten in Frankreich findet man weder deutsche noch englische Bücher. Und da kam der Gedanke „…hätte ich jetzt, könnte ich jetzt“. Ich bevorzuge jederzeit das gedruckte Buch, doch eben mal ein neues Buch kaufen können, geht bei der digitalen Versionen doch leichter bzw. grenzenloser. Zwei Aspekte die dazu führen, dass ich mir mit Sicherheit wieder ein iPad zulegen werde, kein Aspekt dazu führen wird, dass mein nächster Urlaub weniger schön wird.

Aktuell liebäugle ich mit einem iPad Air, wie man es zum Beispiel bei Simyo, bekommt. Simyo war schon bei meinem ersten iPad Anbieter meiner Wahl, da sie eine bezahlbare Auslandsflat bieten und ich besonders im Ausland lieber auf Prepaid setze. So besteht nicht die Gefahr, dass nach dem Urlaub der große Schock kommt, wenn einem der Anbieter die Handyrechnung schickt und man durch ein, zwei ungeschickte Klicks mehr Kosten verursacht hat, als man eigentlich wollte.

Wieso verteufeln wie die Geräte und nicht den Umgang mit diesen? Was der „Achtsamkeit“ im Weg steht sind nicht die Geräte, sondern der Umgang damit. In den schönsten Urlaubsmomente hatte ich nichts in digitales in der Hand und auch keine Sekunde das Bedürfnis dies zu ändern. Und doch wäre ein Urlaub für mich ohne denkbar, weil sie nicht nur das Leben, sondern auch den Urlaub leichter machen können. Außerdem ermöglichen sie mir nicht nur meinen Urlaubstag mit anderen zu teilen, sondern auch an dem Alltag der anderen teil zu haben. Fern ab von Familie, Freunden und Co verpasse ich nicht den Kindergeburtstag, auf dem mein Neffe lachend auf der Hüpfburg springt, wie es dem kränkelnden Hund meiner Eltern geht oder (ausgewählte, persönliche) Neuigkeiten aus dem Büro.

Leben ist das was man draus macht – heißt es doch schließlich so schön…

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