
Wenn ich morgens um 9 in einen Zug steige und eine Stunde Fahrt in diesem für Shoppen in Kauf nehme dann muss das schon einen besonderen Grund haben: Primark.
So machte ich mich gestern, nicht alleine sondern in Begleitung zweier mindestens genauso Shoppingsüchtigen, auf dem Weg nach Bremen und zielstrebig nach “Waterfront” zu “Primark”.
Reizüberflutung pur – Was soll man bloss zu erst anprobieren? Welche Farbe? Welche Größe? Also wurde grundsätzlich erstmal alles was nur ein bisschen gefällt wahllos in den Korb geschmissen. Um dann vor der Umkleide festzustellen: Man darf nur 8 Teile auf einmal anprobieren. Schweren Herzens 8 Stücke rausgesucht und den Korb stehen gelassen – Gott sei Dank haben wir einen Tag erwischt an dem Primark sehr leer war und so hatte man die Möglichkeit ohne lästiges Anstellen und Warten alles in Ruhe anzuprobieren.
Ausserdem störten wir so nur eine Hand voll Menschen mit unseren durch die Kabienen rufen. Auch bei so niedrigen Preisen will es gut überlegt seien was man kauft und was nicht. Da muss man sich schon mal eine zweite oder/und dritte Meinung einholen. Take or leave war die Devise.
Anschließend Aussortieren: Nehmen, Lassen und Vielleicht. Nehmen und vielleicht verteilt auf zwei Beutel. Ein zweiter Gang um zu schauen was man übersehen hat oder eben einfach auf Grund der Tatsache dass der Korb voll und schwer ist hängen lassen hatte. Und schon begann das Ankleide-Spiel erneut.
Nach gefühlten zehn, in Wahrheit aber 2-3 Stunden dann zur Kasse. Schließlich wollten wir nicht den ganzen Tag in Primark verbringen, auch wenn dies ohne große Probleme mög wäre lich. Es gibt ja noch andere Geschäfte im “Waterfront” die etwas von unserem Budget abhaben wollten.
Heiss ersähnt und die größte Enttäuschung des Tages: Claires. Auswahl null, preise zu hoch. Und was entdeckt die Fachkundige Shoppingexpertin da? Ein Armand was wir doch eben für gut 6 Euro weniger bei Primark gesehen haben. Welches auch das einzige Highlight in diesem Laden bleiben sollte. Frauen im Shoppingwahn kaufen zwar viel, doch sie kennen dafür auch jedes Stück eines Ladens und wissen somit wenn genau wenn sie etwas schon einmal gesehen haben.
Noch schnell zu den altbekannten Freunden: Tally Weil, H&M, New Yorker, Deichmann. Anschließend eine kurze Essenpause und ein zwei Tachos verdrückt und gestärkt wieder zu Primark. Das Budget gibt noch was her und tragen können wir sowieso noch jede Menge.
Nach weiteren Stunde ging es dann halb sieben wieder Richtung Bahnhof. Vollbepackt mit jeder menge Sachen mit den man gut durch die Trends dieses Jahres kommen sollte bzw. mindestens ein Grundstein dafür wurde gesetzt hat. Schließlich kann Frau ja nie genug haben und wer weiss was uns in Sachen Mode dieses Jahr noch erwartet.
Glücklich und durch die deutlich erhöhte Anzahl von Endophienen die dieser Shoppingtrip ausgeschüttet hat ging es trotz schmerzender Füsse und Hände, einziges Manko von Primark die Taschen schneiden in die Hände ein (Nein, lag nicht daran dass sie zu voll waren
), ging es wieder Heim mit einer riesen Ausbeute.
Und wieder einmal haben wir erfolgreich bestätigt: Der wahre Sammler und Jäger ist nicht der Mann sondern die Frau. Mindestens wenn man sie mit einer gewissen Summe shoppen gehen lässt.
//Meine Ausbeute folgt noch im Laufe des Tages.