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Anstrengend

Anstrengend – Ja, dass würde ich mich finden.

Wenn ich im Zimmer sitze und zicke, weil es länger gedauert hat den Kaffee zuholen.

Wenn ich dir das 100mal sage, dass Du mir ja sicherlich nie einen Pudding mitbringen wirst weil Du an sowas nich denkst und ich das scheiße finde.

Wenn ich dich bitte aufzuräumen, abzuspülen, die Wäsche zu machen und dich um den Hund zu kümmern, schließlich arbeitest DU ja zu Hause und hängst den ganzen Tag ja sowieso nur vorm Internet.

Wenn ich dich einen kurzfristig bitte zum Copyshop zu gehen und mir 10 Dokumente auszudrucken, einige davon zwei mal andere nur einmal und bitte heute. Ich brauch es ja morgen.

Wenn ich einfach so mecker, nur um zu meckern – Ohne richtigen Grund- doch weil ich es will.

Wenn ich dich 100 mal anrufe, weil Du mich beim ersten Mal weggedrückt hast.

Wenn ich der Meinung bin ich brauch diese Schuhe, dieses Oberteile oder jenes und dieses.

Und Du?  Sagst, dass ich nicht anstrengend bin sondern lieb und süß <3


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Wohnungs- bzw. Beziehungsordnung

Als ich noch bei meinen Eltern gewohnt habe war mir alles relativ egal… Bett morgens nicht gemacht, die Schuhe in die Ecke geschmissen, und eigentlich hatte so gut wie nichts seinen festen Platz sondern einen wahrlosen Platz. Als ich auszog änderte sich nicht nur der Ort sondern auch die auch meine Ordnung…

Nun bringt mich ein Vorhang, der nicht richtig gerade runterhängt oder zugezogen ist, dazu aufzuspringen- Egal wie bequem es eigentlich auf dem Sofa ist.
Ein Bett was nicht morgens gemacht wird fühlt sich gleich nur halb so gut an und damit kann die Nacht ja nur schlecht werden.
Alles hat seinen Platz, alles hat seine Orndung…

Dafür gibts Sachen die für mich weiterhin nicht wichtig sind. Wenn ich morgens auf dem Weg zu Arbeit bin stelle ich nicht extra die Milch wieder in den Kühlschrank, kann ich auch Abends dann ist sie am nächsten Morgen ja wieder kalt. Geschirr muss nicht weggeräumt werden, mach ich auch Abends, seh ich ja den ganzen Tag sowieso nicht – Zeit ist nun mal Geld und ich meist zu spät dran…

Blöd nur wenn man beschließt mit dem Freund zusammenziehen und die eigenen Regeln und Ordnungen grundliegend verschieden sind. Der Vorhang ist vorgezogen, der muss nich gerade runter fallen- Denkt er sich. Das Handtuch kann auch auf dem Boden liegen, liegt ja immerhin nich auf der Straße, denk ich mir.

Aber: Liebe ist, wenn man versucht seine eigene Ordnung mit dem des anderen zukombinieren. Oder die warme Milch und das ungemachte Bett ignoriert…


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Lieblings Geruch

Nichts habe ich mehr geliebt als mein Gesicht in das Kopfkissen zu vergraben. Tief einzuatmen und den Geruch den man so liebt zuriechen, aufzusagen. Für einen kurzen Augenblick vergessen dass man ja wieder alleine ist und der jenige der dafür gesorgt hat, dass das Kopfkissen so einzigartig gut riecht, wieder auf seinem Kopfkissen einschläft. Ein Geruch der Erinnerungen genauso wie Sehnsucht hervorrufte…

Die Sehnsucht ist weg, der Geruch ist da, der Mann auch- Jeden Tag. Und nichts lieb ich mehr als diesen Mann, mit diesem einzigartig tollen Geruch. Diesen, Meinen…


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Darf ich vorstellen?

Mit dem Freund kamen auch zwei weitere Mitbewohner- Der eine früher, der andere später- und auch sie werden bleiben: Großschaf, alias Mongoschaf, (links) und Kleinschaf, alias Killerschaf/ Schokoschnute, (rechts).

Sie haben einen festen Platz im Bett, solange sie brav bleiben, und im Leben, egal wie sie sich benehmen. Und aus dem Grund nun auch im Blog…


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Die erste gemeinsame Wohnung

“Solange wie Du nicht deine Zahnbürste hier lässt
mach ich mir keine Sorgen, dass Du hier einziehst”

Kurz darauf fuhr er und seine Zahnbürste blieb hier- Zu der Zahnbürste kam noch ein Buch, eine DVD, Socken, Duschgel…
Aus den wenigen Sachen die er liegen gelassen hat, weil er sie nicht brauchte, wurden viele Sachen die blieben, weil er sie in Zukunft braucht. Aus dem Scherzen wurde erst und nun wird aus der Fernbeziehung eine „Wir wohnen zusammen-Beziehung“.

Aus dem Verabschieden für ein, zwei Wochen bis zum nächsten viel zu kurzen Wochenende wird ein Verabschieden für einige Stunde mit der Gewissheit dass es nicht für eine lange Zeit das letzte Mal ist, dass er Abends auf mich wartet wenn ich von der Arbeit komme.

Aus den einsamen Nächten in denen ich nicht Schlafen kann, weil ich an ihn denke und ihn vermisse, werden Nächte in denen ich nicht schlafen kann weil eres nicht kann oder ich einfach lieber wach liege und ihn beobachte als zu schlafen- Bloß keine Minute verpassen, egal wie viele wir noch vor uns haben…

Aus der Vorfreude über die wenigen Tage und den Gedanken an den Abschied wird die Freude, dass man die Zeit zusammen verbringen kann wie man will, wann man will. Ohne Angst vor dem Abschied, ohne die Vorfreude die man so oft verflucht weil sie eben doch nicht die schönste Freude ist sondern eine Qual.

Aus dem alleine wohnen, vermissen und sich die ganze Zeit denken, dass man das so nicht will- Die Sehnsucht, das zusammen sein nur in Gedanken- wird zusammen wohnen, zusammen leben, richtig zusammen sein ohne 1500 KM zwischen uns.

Aus der Frage „Zweifel am zusammenziehen“ wird sicher irgendwann die Frage „Zweifel daran dass es richtig war?“- Doch aus dem “Nein, absolut nicht” wird sicher nie ein “Ja…”.

Aus den Stunden die uns nun gemeinsam bevor stehen
werden mit Sicherheit zahlose Erinnerungen die wir teilen.

Werden Momente die unsterblich sein werden.

Wird eine Liebe die immernoch wächst,
auch wenn sie nun schon unglaublich schön ist.


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