Bunnyflavour

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Am Dienstag geht es mal wieder zum Friseur. Fest steht: Es bleibt blond. Doch hellblond? Dunkelblond? Ich weisses nicht. Strähnen oder nicht? Und welcher Schnitt? Die vier oben würden mir gefallen. Welcher gefällt euch am besten?



Bei jeder neuen Germanys next Top Model Staffel freu ich mich auf eine Folge: Das Umstyling. Ja, ich bin schadenfroh. Extrem schadenfroh! Liegt nicht daran dass ich neidisch bin. Nein, wirklich nicht. Sondern daran dass ich nicht nachvollziehen kann wie man einem Profi – jemand der allen möglichen Stars die Haare schneiden darf sollte Profi sein – nicht vertrauen kann.

Man könnte mir eine Augenbinde aufsetzen und mich die ganze Zeit in einer Sprache ansprechen die ich nicht verstehe: Ich würde ihm vertrauen. Der dürfte machen was er will. Wären meine Haaren so lang dass sie bis zum Hintern gehen würden, er dürfte sie rappelkurz schneiden. Der dürfte meine kurzen Haare auch verlängern und mir einen schiefen Pony schneiden. Weil er ein Profi ist und der weiss was einem steht bzw. was gut aussieht.

Vielleicht liegt es daran dass ich keine große Bindung zu meinen Haaren habe. Haare ein lebenlang wachsen lassen? Alle drei Jahre überkommt mich das Bedürfnis die Haare einmal kurz schneiden zu lassen, um sie dann wieder wachsen zu lassen. Sie langweilen mich dann einfach nur noch. Und dass ich sie unbedingt lang haben wollte und sie deswegen wachsen lassen habe ist innerhalb von wenigen Tagen vergessen. Dann wird dem Friseur gesagt: “Ab damit, so viel wie muss und am liebsten viel!”. Worauf der meist eher vorsichtig reagiert. Dann renne ich regelmäßig zum Friseur sobald die Haare mir auch nur einen Zentimeter zu lang erscheinen. Um sie ein, zwei, drei Monate später wieder wachsen zu lassen..

Auch mit Farben hatte ich nie das Problem: Schwarz, dunkelbraun, lila, rot… Doch das hat sich mit der Zeit geändert und nun liebe ich meine blonden Haare (die übrigens auch in natur blond sind).

Und Mädels die Model werden wollen und dann so oft Menschen ausgesetzt sind die Ihre Haare machen oder sie stylen, und so mit bestimmen wie sie aussehen, fangen in jeder Folge an in Tränen auszusprechen. Ein Model muss ja auch nicht wandelbar sein.

Also sparrt euch bei der nächsten Staffel das Umstyling und ladet gleich mich stattdessen ein: Ich wäre dankbar und würde auch nicht weinen. Außer ihr braucht das für die Quote, dann versuch ich natürlich das ein oder andere Tränchen zu vergießen…

Bild via Flickr



… oder wenn man keine hat färbt man sie sich eben, so wie zum Beispiel Kate Moss, Pixie Geldof, P!NK oder Kristen McMenamy. Ist das der Versuch den ersten naturgewachsenen grauen Haaren entgegen zu wirken? Wohl kaum, so alt sind die Damen doch noch nicht. Oder wollen sie etwa einfach nur so alt wirken als wären sie es? Dabei sind doch gerade Frauen ab einem bestimmten Alter eher bemüht jünger als älter zu wirken.

Ich bin gespannt wann man die ersten Friseurbesucherinnen mit der grauen statt blonden Pracht bestaunen kann. Ich bleib meinem blond auf jeden Fall solange treu bis das grau von alleine kommt.





In drei Jahren kann sich viel ändern – auch die Frisur. Ich könnte nicht sagen mit welcher ich mich am wohlsten gefühlt habe. Mit welcher Farbe ich mich am wohlsten fühle erkennt man, glaub ich, mindestens sehr deutlich. Mal sehen wie lange die jetzige Frisur bleibt.



(Links: Neu. Rechts: Alt)

Wenn Frauen etwas verändern wollen schneiden sie immer zu erst ihre Haare ab. Normalerweise. Ich habe etwas verändert, viel sogar. Neue Stadt. Neuer Job. Neue Leute. Neues Leben, quasi. Nur der Mann und der Hund sind geblieben und werden auch immer bleiben.

Und dann mussten noch die Haare ab… sind sie nun auch. Und ich glücklich. Durch und durch