Ein Leben ohne Handy

Eigentlich gehöre ich zu den Leuten die es schrecklich finden immer erreichbar seien zu müssen. Ich lass mein Handy mal zu Hause und wenn ich meinen „Sex and the City“ Klingelton oder mein SMS „Bibi-Bling-Bling“ liebe und mich freue wenn es ertönt, bleibt der Ton meist aus. Für was hat man den eine Mailbox? Und sowieso, wenns wichtig ist ruft der jenige auf jeden Fall noch mal an. Und SMS kann man auch später lesen…

Und dann ist das Handy weg.

Bei jeder Musik die man irgendwann mal als Klingelton hatte geht der Kopf automatisch hoch und man lauscht auf. Erkennt aber schnell, mein Handy kann es ja nicht sein.
Beim Friseur kann man mal nicht eben schnell den Latte Macchiato fotografieren, von dem man findet das er als Vorzeigebild für den perfekten Latte Macchiato in jeden Kaffeebuch einen Platz verdient hätte. Also bewundert man ihn still und heimlich und vor allem alleine.

Und ausgerechnet dann sieht der Hund ja so zuckersüß aus, wie sonst eigentlich auch immer, aber eben so süß wie noch nie – Das muss man unbedingt… nein, halt… geht ja nicht! Erst die Canon suchen und ein Foto machen? Bis dahin hat der Hund entdeckt dass man ihn beobachtet und ist der Meinung mit einem zu spielen.

Mal eben spontan mit dem Liebsten treffen oder Pläne ändern unmöglich – Stattdessen hofft man das der Liebsten zu Hause ist und noch nicht gegessen hat, weil man ja spontan noch Essen gekauft hat. Von zweimal hatte er das eine Mal schon Nudeln aufgesetzt und das zweite Mal sie schon gegessen.

Und sowieso: Irgendwie hat man auf einmal das Gefühl alles zu verpassen. Auch wenn mein Gefühl mir sagt die Anzahl der SMS und entgangenen Anrufe wird wenn ich wieder erreichbar gering sein, merkt man auf einmal wie abhängig man von dem kleinen Gerät ist. Was macht der Freund und sein neuer Job? Oder kommt die Freundin nun mit in die Stadt, oder hat sie keine Zeit? Was macht die Familie und was ist wenn irgendwem was passiert und niemand mich erreicht? Fragen über Fragen – Die man sich nie stellen würde, nein, die man sich nie stellt wenn man ein Handy hat.

Und nun muss ich es klein laut zu geben: Ich bin von meinem Handy abhängig, mindestens wenn ich keins habe…

Bild: Flickr jrodmanjr

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2 Kommentare

  1. Ich wäre ohne mein Handy auch nur eine halbe Person. Wie man mal ohne ausgekommen ist, ist für mich mittlerweile unverständlich. Kann mir gut vorstellen, wie du dich fühlst. Du Arme.

  2. schon mal nach dem kinobesuch vor die saaltür gestellt und beobachtet, wieviele menschen mit einem handy in der hand herauskommen? und das bei geschätzten 2h film 🙂

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