262800 Minuten

Sag mal“ – beginnt sie zwischen zwei Bissen – „Wie läuft eigentlich die Liebe“ – fünf Sekunden zuvor habe ich panisch meine Sonnenbrille von meinem Kopf auf meine Augen befördert, das Smartphone aus der Tasche gegraben und begonnen sinnlos viel zu Schnell die Tasten zu suchen.

Ein halbes Jahr.

Vor einem halben Jahr sind wir uns zwischen lauter Musik und Neonlicht über den Weg gelaufen. Vor einem halben Jahr hast Du mich das letzte Mal in den Arm genommen „Happy Birthday„.
Mein Herz schlug schneller als der Beat aus der Box.

Den Kontakt gelöscht, entfolgt und doch einen kleinen Rettungsanker behalten. Facebook, ist ja nichts, wir alle haben die Kontake dort, die keine wirklichen Kontakte sind. Um Dich wieder hinzufügen, den Kontakt zu suchen. Deine Nummer wieder speichern, Du hast meine noch. Dir wieder folgen, ein paar Wochen später ziehst Du gleich. Teilhaben, an der alltäglichen Banalität des digitalen. Sich denken „Scheiß drauf, was ist schon dabei?

Nach einem Jahr dort stehen, wo wir vor einem Jahr angefangen haben.
Hier und da eine digitale Nachricht, ein Like.

Ein halbes Jahr.

Die gleichen Bars, die gleichen Clubs, die selben Veranstaltungen. Ich kenne Deinen Blick an der Bar, in der Masse. Die Nachrichten die danach folgten habe ich gelöscht, und doch gespeichert. Die Suche hat nie wirklich geendet, sie blieb nur erfolglos. Ein halbes Jahr.

Zwischen all den Menschen erkenne ich Ihn sekundenschnell und hoffe das er es nicht tut.
Mein Herz schlägt lauter als der Beat aus der Box.

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